© Ausschnitt Deutschlandspiegel Nr. 428/1990, Quelle: Bundesarchiv Ganzen Beitrag anschauen

DIE ERSTE FREI GEWÄHLTE VOLKSKAMMER:
EINE STERNSTUNDE DER DEUTSCHEN PARLAMENTSGESCHICHTE

„Freie Wahlen einer repräsentativen Volksvertretung bilden das Herzstück jeder parlamentarischen Demokratie. Nicht zuletzt dieses große Anliegen verfolgten daher die Akteurinnen und Akteure der Friedlichen Revolution in der DDR im Jahr 1989. Mit der ersten freien Wahl am 18. März 1990 war dieses zentrale, immer wieder lautstark geforderte Ziel erreicht.

An dieses historische Ereignis sollte daher am 18. März 2020 die Veranstaltung „Die erste frei gewählte Volkskammer – eine Sternstunde der deutschen Parlamentsgeschichte“ in gebührender Weise erinnern.

Vorgesehen war, dass wichtige Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Volkskammerwahl in den Kontext der Freiheitsrevolution der Jahre 1989/90 einordnen sowie zugleich einen Bogen in Gegenwart und Zukunft schlagen sollten. Hiermit sollte – gerade angesichts aktueller Tendenzen populistischer Polarisierung – zugleich ein Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion über Wert und Bedeutung der repräsentativen Demokratie geleistet werden.

Unglücklicherweise konnte die Veranstaltung am 18. März aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus schließlich nicht stattfinden. Um die vorgesehenen Impulse und Stellungnahmen damaliger Akteurinnen und Akteure sowie zeitgenössischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dennoch zugänglich zu machen, haben wir sie an dieser Stelle, gegliedert in die drei Kapitel DAS PARLAMENT, DIE REGIERUNG und HISTORISCHE WÜRDIGUNG, zusammengestellt.

Gewiss, die lebhafte Debatte unter Anwesenden kann dies nicht ersetzen. Doch immerhin stehen die in den vorgesehenen Redebeiträgen und Impulsen enthaltenden Gedanken, Ideen und Vorschläge auf diese Weise für die notwendige weitere Auseinandersetzung mit der Thematik zur Verfügung. Wir sollten auf sie zurückkommen.“

 

Matthias Platzeck

Vorsitzender der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“

 

„Plötzlich waren wir nicht mehr DDR-Insassen, sondern Staatsbürger“

Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck und der Vorsitzende der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“, Matthias Platzeck, haben zur Würdigung dieses Tages einen gemeinsamen Artikel in der Zeitung „Die Welt“ vom 18. März 2020 veröffentlicht.

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