© Karsten Thielker

Dialog

Deutschland im Gespräch

Der Dialog mit und zwischen den Bürgerinnen und Bürgern bildet das Herzstück der Aktivitäten der Bundesregierung im Jubiläumsjahr. Mit „Deutschland im Gespräch: Wie wollen wir miteinander leben?“ wurde Bürgerinnen und Bürgern aus deutsch-deutschen Partnerstädten die Gelegenheit zu Begegnung und offenem und kritischem Erfahrungsaustausch über den Prozess der Deutschen Einheit gegeben. Zur Grundidee dieser Begegnungs- und Dialogveranstaltungen erklärt Matthias Platzeck, Vorsitzender der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“: „Auch im 30. Jahr der Deutschen Einheit müssen wir daran arbeiten, dass Ost und West weiter zusammenwachsen. Wir wollen erreichen, dass wir uns wieder mehr füreinander interessieren und dadurch Vorurteile abbauen.“

Insgesamt 16 Veranstaltungen waren geplant. Nach erfolgreichen Begegnungs- und Dialogveranstaltungen zwischen November 2019 und März 2020 wurden aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 (Coronavirus) weitere Termine abgesagt. Der Dialog wurde online weitergeführt. Zwischen dem 24. August und 2. September 2020 fanden sechs moderierte Online-Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern und Mitgliedern der Kommission statt. Zur Diskussion eingeladen waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der sechs zwischen November 2019 und März 2020 durchgeführten Begegnungs- und Dialogveranstaltungen. Außerdem konnten Bürgerinnen und Bürger aus jenen Städten teilnehmen, deren Dialogveranstaltungen abgesagt werden mussten.

Deutschland im Gespräch – vor Ort

23.11.2019 | Dessau
Dessau - Ludwigshafen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Deutschland im Gespräch“ konnten in moderierten Workshops ihre Gedanken zur Kernfrage „Wie wollen wir miteinander leben?“ äußern und austauschen. Sie sprachen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse der letzten 30 Jahre, Erfolge und bestehende Herausforderungen des Einheitsprozesses. Außerdem diskutierten sie ihre Ideen für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Teilen Deutschlands. Die Ergebnisse der Gespräche, die wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wurden, fließen in politische Handlungsempfehlungen ein, die Ende 2020 an die Bundesregierung übergeben werden.

In den nachfolgenden Berichten über die Präsenzveranstaltungen können Sie nachlesen, welche Themen und Erlebnisse die Dialoge prägten.

Während der Dialogveranstaltung zwischen den Partnerstädten Schmalkalden und Recklinghausen interviewen die Schülerreporterinnen und –reporter unter anderem den Bürgermeister von Schmalkalden, Thomas Kaminski.

Neben den moderierten Diskussionen gab es auch bei gemeinsamen Mahlzeiten und einem Kulturprogramm vielfältige Möglichkeiten, ins Gespräch zu kommen. An allen Veranstaltungen nahmen außerdem Schülerinnen und Schüler aus den Partnerstädten teil. Als Reporterinnen und Reporter begleiteten sie die Dialoge und produzierten Reportagen. Im Rahmen eines Medienworkshops führten sie am Veranstaltungsort Interviews mit Zeitzeugen, Teilnehmenden und Passanten zu einem selbst gewählten Schwerpunkt, um die Themen „Friedliche Revolution“ und „Deutsche Einheit“ aufzuarbeiten und ihre junge Perspektive einzubringen. Ihre Reportagen finden Sie in unserer Mediathek.

Deutschland im Gespräch – Online

Die sechs Onlinedialoge waren jeweils einer Fragestellung gewidmet, die von der Kommission als besonders relevant für aktuelle Diskurse in Politik und Gesellschaft rund um die Deutsche Einheit identifiziert worden sind. 30 Jahre nach der staatlichen Einigung Deutschlands wurde etwa darüber diskutiert, wie der Tag der Deutschen Einheit zukünftig gestaltet werden soll, ob es eigene ost- und westdeutsche Mentalitäten gibt und sie heute noch eine Rolle spielen oder welchen Beitrag das Ehrenamt im fortdauernden Einheitsprozess leisten kann.

Die Kommission erhält eine wissenschaftliche Auswertung aller Gespräche. Die Ergebnisse werden in den Bericht der Kommission an die Bundesregierung einfließen, der Ende des Jahres 2020 übergeben werden soll.