© Karsten Thielker

Deutschland im Gespräch

Der Dialog mit und zwischen den Bürgerinnen und Bürgern bildet das Herzstück der Aktivitäten der Bundesregierung im Jubiläumsjahr. Mit „Deutschland im Gespräch: Wie wollen wir miteinander leben?“ wurde Bürgerinnen und Bürgern aus deutsch-deutschen Partnerstädten die Gelegenheit zu Begegnung und offenem und kritischem Erfahrungsaustausch über den Prozess der Deutschen Einheit gegeben. Zur Grundidee dieser Begegnungs- und Dialogveranstaltungen erklärt Matthias Platzeck, Vorsitzender der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“: „Auch im 30. Jahr der Deutschen Einheit müssen wir daran arbeiten, dass Ost und West weiter zusammenwachsen. Wir wollen erreichen, dass wir uns wieder mehr füreinander interessieren und dadurch Vorurteile abbauen.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Deutschland im Gespräch“ konnten in moderierten Workshops ihre Gedanken zur Kernfrage „Wie wollen wir miteinander leben?“ äußern und austauschen. Sie sprachen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse der letzten 30 Jahre, Erfolge und bestehende Herausforderungen des Einheitsprozesses. Außerdem diskutierten sie ihre Ideen für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Teilen Deutschlands. Die Ergebnisse der Gespräche, die wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wurden, fließen in politische Handlungsempfehlungen ein, die Ende 2020 an die Bundesregierung übergeben werden.

Neben den moderierten Diskussionen gab es auch bei gemeinsamen Mahlzeiten und einem Kulturprogramm vielfältige Möglichkeiten, ins Gespräch zu kommen.

An allen Veranstaltungen nahmen Schülerinnen und Schüler aus den Partnerstädten teil. Als Reporterinnen und Reporter begleiteten sie die Dialoge und produzierten Reportagen. Im Rahmen eines Medienworkshops führten sie am Veranstaltungsort Interviews mit Zeitzeugen, Teilnehmenden und Passanten zu einem selbst gewählten Schwerpunkt, um die Themen Friedliche Revolution und Deutsche Einheit aufzuarbeiten und ihre junge Perspektive einzubringen. Alle Reportagen finden Sie in unserer Mediathek.

Insgesamt 16 Veranstaltungen waren geplant, von denen zwischen November 2019 und März 2020 sechs durchgeführt wurden. Aufgrund der Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 (Coronavirus) und der damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens wurden die weiteren Termine abgesagt.