Pressemitteilung – 14.11.2019

30 Jahre Deutsche Einheit: Ost-West-Partnerstädte im Dialog

Die Bundesregierung nimmt die Jubiläen von Friedlicher Revolution und Deutscher Einheit zum Anlass, um Bürgerinnen und Bürger zum Dialog einzuladen. Bis Mai 2020 werden insgesamt 16 Begegnungen zwischen deutsch-deutschen Partnerstädten stattfinden. Die erste am 23. November 2019 in Dessau-Roßlau.

Unter dem Motto „Deutschland im Gespräch: Wie wollen wir miteinander leben?“ reisen Bürgerinnen und Bürger der Partnerstadt Ludwigshafen nach Dessau-Roßlau. Vor Ort wird ein offener und kritischer Erfahrungsaustausch über den Prozess und Stand der Deutschen Einheit stattfinden. Gemeinsam soll auch der Blick in die Zukunft gerichtet und Ideen für das weitere Zusammenwachsen und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Teilen Deutschlands entwickelt werden.

Eine Mischung aus moderierten Dialogen, gemeinsamem Essen und Kulturangeboten gibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Ost- und Westdeutschland die Gelegenheit, aufeinander zuzugehen, ins Gespräch zu kommen und einander zuzuhören.

Die Ergebnisse der 16 Veranstaltungen werden im Frühsommer 2020 auf einer Abschlusskonferenz mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aller Dialoge zusammengeführt. Die Mitglieder der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ werden an den Veranstaltungen teilnehmen. Der Austausch der Bürgerinnen und Bürger untereinander und mit den Kommissionsmitgliedern wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

„Begegnungen und Dialoge zwischen Ost- und Westdeutschen sind für die Kommission das Herzstück des Jubiläumsjahres. Wir wollen die Gelegenheit nutzen, um vorurteilsfrei ins Gespräch zu kommen. Für uns werden die Gespräche außerdem eine wertvolle Grundlage sein, um im Herbst Handlungsempfehlungen zur weiteren Ausgestaltung und Würdigung des Einheitsprozesses für die Bundesregierung formulieren zu können“, sagt Matthias Platzeck, Vorsitzender der Kommission.

Weitere Informationen und alle Termine unter: www.deutschland-ist-eins-vieles.de/dialoge 

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Hintergrund 
Die Veranstaltungen sind Teil des Jubiläumskonzepts der im Mai 2019 berufenen Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“. Die Bundesregierung möchte die 30. Jahrestage des Mauerfalls und der Deutschen Einheit als ein für ganz Deutschland einendes Jubiläum begehen, das auch ein Bewusstsein dafür schafft, dass die Deutsche Einheit ein Prozess ist, der noch nicht abgeschlossen ist. Das Jubiläumsjahr soll das gemeinsame und gegenseitige Verständnis für die Leistungen fördern, die zur Wiedervereinigung geführt haben und für das Zusammenwachsen von Ost und West erbracht wurden.

Zur Erarbeitung der Ausgestaltung der Feierlichkeiten hat die Bundesregierung die Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ eingesetzt. Sie besteht aus 22 Personen aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur sowie Zivilgesellschaft. Den Vorsitz der Kommission hat Herr Ministerpräsident a.D. Matthias Platzeck inne. Stellvertretender Vorsitzender ist der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Christian Hirte, MdB.

Die Arbeit der Kommission wird durch die Geschäftsstelle 30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat unterstützt.

Weitere Informationen unter: www.deutschland-ist-eins-vieles.de